28. Oktober 2008
Am Wochenende wurden die Uhren umgestellt. Nun haben wir wieder Winterzeit. Nach Feierabend wird es jetzt schnell dunkel und die Temperaturen sind merklich zurückgegangen. Es ist wie in jedem Jahr.
Langsam muß ich die Zimmerpflanzen ins Haus holen, die wir im Frühjahr immer ins Freie stellen.
Die Kirschbäume sehen noch hübsch aus mit ihrem bunten Laub, obwohl ich schon etliches davon weggeharkt habe.
Die Regentonnen habe ich diesmal rechtzeitig entleert, damit sie nicht wieder kaputtfrieren.
Jetzt muß ich nur noch an die Winterreifen denken und Frostschutzmittel in die Scheibenwaschanlage füllen- alles wie immer.
Und doch nicht wie immer! Und alles ganz anders!
Die Zimmerpflanzen werden es in diesem Jahr besser haben. Das Wohnzimmer wird nicht mehr geheizt, weil sich niemand darin aufhält- für Pflanzen ideal.
Die Blätter dieses Jahres waren die Letzten, über deren zartes Grün wir uns im Frühjahr gemeinsam gefreut haben.
Zudem ist ein neuer Baum hinzugekommen, um dessen Laub ich mich nun kümmern muß. Es ist eine Eiche, die ihre Äste über einen Erdhügel breitet.
Der Fuhrpark, den ich zu betreuen habe, ist kleiner geworden.
Ich habe jetzt weniger zu tun.
Dienstag, 28. Oktober 2008
Mittwoch, 9. Juli 2008
Dienstag, 8. Juli 2008
Sie hat jeden Raum mit Sonne geflutet ...
Sonntag, 29. Juni 2008
Aktuelles vom Hartholz
29. Juni 2008
Da ich weiß, daß man verunsichert wird, wenn sich auf dieser Seite lange nichts tut, will ich einen kurzen Lagebericht geben:
Ob und wie sich Tanjas Zustand verändert hat, kann ich eigentlich kaum einschätzen. Nachdem sie in den letzten Wochen immer wieder über starke Rückenschmerzen klagte, haben wir in Absprache mit den Ärzten die Morphiumgaben seit Freitag wieder erhöht. Nun ist sie (bis auf kurze Einzelfälle) wenigstens schmerzfrei. Der Preis dafür ist ständige Müdigkeit, was ihr eigentlich ziemlich gegen den Strich geht. Doch Schmerzen wollen wir nicht mehr riskieren.
Gleichzeitig ist sie wieder um mehr Selbstständigkeit bemüht. Hat sie es in der letzten Zeit sehr genossen, sich von uns bemuttern zu lassen, so will sie jetzt viele Dinge wieder allein erledigen. Oftmals reicht jedoch die Kraft nicht aus und zu ihrem Verdruß muß sie dann um Hilfe rufen.
Verzweifelt versucht sie, durch körperliche Betätigung den Kräfteverfall aufzuhalten. Dabei treiben ihr kleinere Rundgänge durch den Garten dicke Schweißtropfen auf die Stirn und der Aufstieg zum Schlafzimmer im Obergeschoß gestaltet sich zur sportlichen Höchstleistung.
Sie hätte es so sehr verdient, wieder gesund zu werden...
Da ich weiß, daß man verunsichert wird, wenn sich auf dieser Seite lange nichts tut, will ich einen kurzen Lagebericht geben:
Ob und wie sich Tanjas Zustand verändert hat, kann ich eigentlich kaum einschätzen. Nachdem sie in den letzten Wochen immer wieder über starke Rückenschmerzen klagte, haben wir in Absprache mit den Ärzten die Morphiumgaben seit Freitag wieder erhöht. Nun ist sie (bis auf kurze Einzelfälle) wenigstens schmerzfrei. Der Preis dafür ist ständige Müdigkeit, was ihr eigentlich ziemlich gegen den Strich geht. Doch Schmerzen wollen wir nicht mehr riskieren.
Gleichzeitig ist sie wieder um mehr Selbstständigkeit bemüht. Hat sie es in der letzten Zeit sehr genossen, sich von uns bemuttern zu lassen, so will sie jetzt viele Dinge wieder allein erledigen. Oftmals reicht jedoch die Kraft nicht aus und zu ihrem Verdruß muß sie dann um Hilfe rufen.
Verzweifelt versucht sie, durch körperliche Betätigung den Kräfteverfall aufzuhalten. Dabei treiben ihr kleinere Rundgänge durch den Garten dicke Schweißtropfen auf die Stirn und der Aufstieg zum Schlafzimmer im Obergeschoß gestaltet sich zur sportlichen Höchstleistung.
Sie hätte es so sehr verdient, wieder gesund zu werden...
Dienstag, 17. Juni 2008
Wasserstandsmeldung
17. Juni 2008
Nun ist es schon zwei Wochen her, daß wir das Krankenhaus verlassen haben und langsam haben wir etwas Routine in die häuslichen Abläufe gebracht. Man darf sich darunter allerdings nicht vorstellen, daß die Tage exakt nach Fahrplan ablaufen. Dazu ist Tanjas Zustand zu großen Schwankungen unterworfen.
Im Wesentlichen hat sie sich (meiner Meinung nach) stabilisiert. Sie hat an Gewicht zugenommen und eine gesündere Gesichtsfarbe. Problematisch ist nach wie vor die Flüssigkeitsabfuhr durch die Magensonde, da diese ständig verstopft. Eine Blutuntersuchung in der letzten Woche hat zu einer größeren Transfusion geführt. Es war uns vorher schon aufgefallen, daß sie ohne ersichtlichen Grund immer kraftloser wurde. Das ist nun wieder in Ordnung.
Ein weiteres Novum sind Flüssigkeitsstaus in den Beinen. Vielleicht waren die anfänglichen Elektrolytmengen nach ihrer Trockenphase letztendlich doch etwas hoch. Die Ärzte haben sie jetzt etwas reduziert und zusätzlich ein Entwässerungsmittel verordnet. Stundenlange Fußmassagen durch ihre Mutter haben auch hier die Lage schon etwas entschärft.
Ungeachtet all dieser Widrigkeiten des Alltags schafft es Tanja immer noch, ihrer Lage viel Positives abzugewinnen und freut sich, mit uns zusammen zuhause sein zu können. Die zahlreichen Besuche von Verwandten, Freunden und Kollegen haben sie zwar hin und wieder etwas erschöpft, aber sie haben ihr auch gut getan und sie hat sie genossen.
Wir sind von der großen Anteilnahme und Hilfsbereitschaft sehr berührt und möchten uns ganz herzlich dafür bedanken. Es hilft uns sehr, mit der Situation fertigzuwerden.
Nun ist es schon zwei Wochen her, daß wir das Krankenhaus verlassen haben und langsam haben wir etwas Routine in die häuslichen Abläufe gebracht. Man darf sich darunter allerdings nicht vorstellen, daß die Tage exakt nach Fahrplan ablaufen. Dazu ist Tanjas Zustand zu großen Schwankungen unterworfen.
Im Wesentlichen hat sie sich (meiner Meinung nach) stabilisiert. Sie hat an Gewicht zugenommen und eine gesündere Gesichtsfarbe. Problematisch ist nach wie vor die Flüssigkeitsabfuhr durch die Magensonde, da diese ständig verstopft. Eine Blutuntersuchung in der letzten Woche hat zu einer größeren Transfusion geführt. Es war uns vorher schon aufgefallen, daß sie ohne ersichtlichen Grund immer kraftloser wurde. Das ist nun wieder in Ordnung.
Ein weiteres Novum sind Flüssigkeitsstaus in den Beinen. Vielleicht waren die anfänglichen Elektrolytmengen nach ihrer Trockenphase letztendlich doch etwas hoch. Die Ärzte haben sie jetzt etwas reduziert und zusätzlich ein Entwässerungsmittel verordnet. Stundenlange Fußmassagen durch ihre Mutter haben auch hier die Lage schon etwas entschärft.
Ungeachtet all dieser Widrigkeiten des Alltags schafft es Tanja immer noch, ihrer Lage viel Positives abzugewinnen und freut sich, mit uns zusammen zuhause sein zu können. Die zahlreichen Besuche von Verwandten, Freunden und Kollegen haben sie zwar hin und wieder etwas erschöpft, aber sie haben ihr auch gut getan und sie hat sie genossen.
Wir sind von der großen Anteilnahme und Hilfsbereitschaft sehr berührt und möchten uns ganz herzlich dafür bedanken. Es hilft uns sehr, mit der Situation fertigzuwerden.
Donnerstag, 5. Juni 2008
wieder zuhause
05. Juni 2008
Wie die vielen Anrufe beweisen, hat sich die Nachricht von Tanjas Entlassung aus dem Krankenhaus bereits (zumindest regional) herumgesprochen.
Nachdem wir zum Ablauf des Wochenendes wieder einigermaßen klar denken konnten, haben wir natürlich überlegt, wie es nun weitergehen soll. Einerseits fühlten wir uns im Krankenhaus sehr sicher, da auf Knopfdruck jederzeit sofort Hilfe angefordert werden konnte, andererseits empfanden wir die Situation aber auch als belastend. Eine Palliativstation ist kein Wellnesstempel und ein Einzelzimmer dort kein VIP-Privileg. Durch die Abläufe auf der Station gab es kaum längere Ruhepausen und neben unserem Kummer waren wir inzwischen auch physisch schon etwas erschöpft.
Deshalb waren wir am Montag sehr erfreut, daß die Ärzte sofort unsere Bemühungen unterstützten, Tanja zu Hause selbst pflegen zu wollen. Mit den nötigen Instruktionen und Utensilien versorgt, durften wir am Dienstag die Heimreise antreten.
Für Tanja hätte es keine schönere Nachricht geben können.
Heute ist nun schon unser dritter Tag zuhause und langsam bekommen wir wieder etwas System in den Tagesablauf. Die erste Zeit war von einiger Hektik gekennzeichnet. Unser Wohnzimmer glich der Unfallstelle eines Pharmazietransporters: überall Medikamente, Verbandszeug, Infusionszubehör und nie fand man das, was gerade benötigt wurde. Dazu nahm uns auch Tanjas Bedürfnis nach permanentem Flüssigkeitsbedarf stark in Anspruch. Nach unseren Hochrechnungen hat sie täglich zwischen 30 - 40 Litern getrunken. Diese Mengen wollen ersteinmal bewältigt sein. Das größte Problem war dabei, daß andauernd die Magensonde verstopfte und wir sie dann sehr mühselig und für Tanja unangenehm freispülen mußten.
Selbstkritisch müssen wir eingestehen, daß wir eine Mitschuld an ihren neuerlichen Strapazen haben. Unser Mißtrauen gegenüber den regelmäßigen Morphiumspritzen im Krankenhaus hatte die Ärzte dazu bewogen, einen Versuch nur mit Schmerzpflastern zuzulassen. Das scheint jedoch nicht zu funktionieren und wir sind inzwischen wieder auf turnusmäßige Injektionen umgestiegen. Die Dosierung ist noch nicht sehr hoch (soweit wir etwas davon verstehen) und Tanja ist bei klarem Verstand, scheint aber den Druckschmerz nicht zu bemerken, den die nach wie vor auftretenden Sondenverstopfungen bewirken.
Gestern ist nun auch ihre Mutter bei uns eingetroffen, der die deutsche Botschaft in Moskau, trotz des dringenden Faxes aus dem Krankenhaus, die vorfristige Einreise nicht genehmigt hat.
Der Blick aus dem Fenster zeigt im Moment eigentlich ein schönes Bild. Tanja liegt eingemummelt unter dem Kirschbaum auf dem Schaukelbett, das ich ihr zum Hochzeitstag geschenkt habe und freut sich über unsere Nähe und ihr schönes Zuhause.
Ich denke, wir hätten keine bessere Entscheidung treffen können.
An dieser Stelle ein kleiner Hinweis an alle, die das Bedürfnis haben, sie anzurufen bzw. zu besuchen: Tanja freut sich nach wie vor über jegliche Kontaktaufnahme und auch wir möchten Euch darin bestärken, sie spüren zu lassen, daß sie dazugehört. Eine ihrer Stärken, niemals Schwäche zu zeigen ist dabei jedoch nun zu einem Problem geworden. Sie hat eine derartige Selbstbeherrschung und Ausstrahlung, die schnell vergessen lassen, wie krank sie ist. Sie scherzt und plaudert wie immer und hat aber noch nicht wieder die alte Kraft dazu. Solltet Ihr also mit ihr sprechen bzw. sie besuchen wollen, so tut das unbedingt - aber dehnt diese Gespräche nicht so lange aus. Eine telefonische Nachfrage, ob Besuch möglich ist, halte ich für sehr sinnvoll, wobei Ihr aber auch einkalkulieren müßt, daß sie evtl. gerade schläft, wenn Ihr dann hier seid. Es wird deswegen trotzdem niemandem die Tür vor der Nase zugeschlagen. Wenn Ihr genügend Zeit mitbringt, können wir gerne solange schwatzen, bis sie aufwacht. Meist dauert das nicht sehr lange.
Natürlich hoffen wir, daß sie wieder genügend Kraft sammelt, um diese "Besuchsregeln" nicht lange aufrechterhalten zu müssen.
Wie die vielen Anrufe beweisen, hat sich die Nachricht von Tanjas Entlassung aus dem Krankenhaus bereits (zumindest regional) herumgesprochen.
Nachdem wir zum Ablauf des Wochenendes wieder einigermaßen klar denken konnten, haben wir natürlich überlegt, wie es nun weitergehen soll. Einerseits fühlten wir uns im Krankenhaus sehr sicher, da auf Knopfdruck jederzeit sofort Hilfe angefordert werden konnte, andererseits empfanden wir die Situation aber auch als belastend. Eine Palliativstation ist kein Wellnesstempel und ein Einzelzimmer dort kein VIP-Privileg. Durch die Abläufe auf der Station gab es kaum längere Ruhepausen und neben unserem Kummer waren wir inzwischen auch physisch schon etwas erschöpft.
Deshalb waren wir am Montag sehr erfreut, daß die Ärzte sofort unsere Bemühungen unterstützten, Tanja zu Hause selbst pflegen zu wollen. Mit den nötigen Instruktionen und Utensilien versorgt, durften wir am Dienstag die Heimreise antreten.
Für Tanja hätte es keine schönere Nachricht geben können.
Heute ist nun schon unser dritter Tag zuhause und langsam bekommen wir wieder etwas System in den Tagesablauf. Die erste Zeit war von einiger Hektik gekennzeichnet. Unser Wohnzimmer glich der Unfallstelle eines Pharmazietransporters: überall Medikamente, Verbandszeug, Infusionszubehör und nie fand man das, was gerade benötigt wurde. Dazu nahm uns auch Tanjas Bedürfnis nach permanentem Flüssigkeitsbedarf stark in Anspruch. Nach unseren Hochrechnungen hat sie täglich zwischen 30 - 40 Litern getrunken. Diese Mengen wollen ersteinmal bewältigt sein. Das größte Problem war dabei, daß andauernd die Magensonde verstopfte und wir sie dann sehr mühselig und für Tanja unangenehm freispülen mußten.
Selbstkritisch müssen wir eingestehen, daß wir eine Mitschuld an ihren neuerlichen Strapazen haben. Unser Mißtrauen gegenüber den regelmäßigen Morphiumspritzen im Krankenhaus hatte die Ärzte dazu bewogen, einen Versuch nur mit Schmerzpflastern zuzulassen. Das scheint jedoch nicht zu funktionieren und wir sind inzwischen wieder auf turnusmäßige Injektionen umgestiegen. Die Dosierung ist noch nicht sehr hoch (soweit wir etwas davon verstehen) und Tanja ist bei klarem Verstand, scheint aber den Druckschmerz nicht zu bemerken, den die nach wie vor auftretenden Sondenverstopfungen bewirken.
Gestern ist nun auch ihre Mutter bei uns eingetroffen, der die deutsche Botschaft in Moskau, trotz des dringenden Faxes aus dem Krankenhaus, die vorfristige Einreise nicht genehmigt hat.
Der Blick aus dem Fenster zeigt im Moment eigentlich ein schönes Bild. Tanja liegt eingemummelt unter dem Kirschbaum auf dem Schaukelbett, das ich ihr zum Hochzeitstag geschenkt habe und freut sich über unsere Nähe und ihr schönes Zuhause.
Ich denke, wir hätten keine bessere Entscheidung treffen können.
An dieser Stelle ein kleiner Hinweis an alle, die das Bedürfnis haben, sie anzurufen bzw. zu besuchen: Tanja freut sich nach wie vor über jegliche Kontaktaufnahme und auch wir möchten Euch darin bestärken, sie spüren zu lassen, daß sie dazugehört. Eine ihrer Stärken, niemals Schwäche zu zeigen ist dabei jedoch nun zu einem Problem geworden. Sie hat eine derartige Selbstbeherrschung und Ausstrahlung, die schnell vergessen lassen, wie krank sie ist. Sie scherzt und plaudert wie immer und hat aber noch nicht wieder die alte Kraft dazu. Solltet Ihr also mit ihr sprechen bzw. sie besuchen wollen, so tut das unbedingt - aber dehnt diese Gespräche nicht so lange aus. Eine telefonische Nachfrage, ob Besuch möglich ist, halte ich für sehr sinnvoll, wobei Ihr aber auch einkalkulieren müßt, daß sie evtl. gerade schläft, wenn Ihr dann hier seid. Es wird deswegen trotzdem niemandem die Tür vor der Nase zugeschlagen. Wenn Ihr genügend Zeit mitbringt, können wir gerne solange schwatzen, bis sie aufwacht. Meist dauert das nicht sehr lange.
Natürlich hoffen wir, daß sie wieder genügend Kraft sammelt, um diese "Besuchsregeln" nicht lange aufrechterhalten zu müssen.
Samstag, 31. Mai 2008
SOS
31. Mai 2008
Liebe Freunde, es wird ernst. Den lockeren Tonfall der vorangegangenen Einträge werde ich nicht länger durchhalten. Gestern hat sich unsere Situation dramatisch verändert. Bei der morgendlichen Visite wurde die Tür geschlossen und die ganze bittere Wahrheit verkündet. Tanja ist auf der Zielgeraden. Es können ihr jetzt nur noch die Schmerzen und jeglicher Leidensdruck genommen werden. Der Arzt war voller Hochachtung vor ihrem einzigartigen Kampf, dem wir zu verdanken haben, überhaupt soweit gekommen zu sein.
Tanja darf sich jetzt endlich von den unendlichen Strapazen dieses Kampfes, der sie ungeheuer viel Kraft gekostet hat, ausruhen. Sie hat sehr viel ausgehalten, um ihre Familie und Freunde nicht mit ihren Problemen zu belasten, uns keine Lebesqualität zu nehmen. Das müssen und wollen wir ihr nun zurückgeben.
Sascha kam sofort aus Leipzig, als er von der Situation erfuhr. Seitdem sind wird rund um die Uhr mit ihr zusammen. So grotesk das an dieser Stelle auch klingen mag: Wir alle und besonders Tanja genießen dieses enge Beisammensein. Sie strömt eine unendliche Zufriedenheit und Glückseligkeit aus, der man sich nicht entziehen kann. Sie küßt und streichelt uns und ist so dankbar für jeden Handgriff, den wir ihr angedeihen lassen. Wir betrachten unsere alten Fotos, freuen uns über die schöne Zeit, die wir miteinander verleben dürfen.
Nach ihrer langen Durststrecke darf sie nun auch endlich wieder trinken und das tut sie ausgiebig. Wir sind nur am Einschenken. Sie hat sich zig Sorten Saft von uns kaufen lassen und die probiert sie nun, mit Sprudelwasser versetzt von rechts nach links und links nach rechts ...
Damit ich es für heute bewenden lassen und werde zurück ins Krankenhaus fahren. Ich hatte es eigentlich nur verlassen, um mich nach Mitteln und Wegen zu erkundigen, das Visum von Tanjas Mutti, das erst ab 04.06.08 gültig ist, ändern zu lassen. Mal sehen, ob die Bürokratie ein Herz hat.
Liebe Freunde, es wird ernst. Den lockeren Tonfall der vorangegangenen Einträge werde ich nicht länger durchhalten. Gestern hat sich unsere Situation dramatisch verändert. Bei der morgendlichen Visite wurde die Tür geschlossen und die ganze bittere Wahrheit verkündet. Tanja ist auf der Zielgeraden. Es können ihr jetzt nur noch die Schmerzen und jeglicher Leidensdruck genommen werden. Der Arzt war voller Hochachtung vor ihrem einzigartigen Kampf, dem wir zu verdanken haben, überhaupt soweit gekommen zu sein.
Tanja darf sich jetzt endlich von den unendlichen Strapazen dieses Kampfes, der sie ungeheuer viel Kraft gekostet hat, ausruhen. Sie hat sehr viel ausgehalten, um ihre Familie und Freunde nicht mit ihren Problemen zu belasten, uns keine Lebesqualität zu nehmen. Das müssen und wollen wir ihr nun zurückgeben.
Sascha kam sofort aus Leipzig, als er von der Situation erfuhr. Seitdem sind wird rund um die Uhr mit ihr zusammen. So grotesk das an dieser Stelle auch klingen mag: Wir alle und besonders Tanja genießen dieses enge Beisammensein. Sie strömt eine unendliche Zufriedenheit und Glückseligkeit aus, der man sich nicht entziehen kann. Sie küßt und streichelt uns und ist so dankbar für jeden Handgriff, den wir ihr angedeihen lassen. Wir betrachten unsere alten Fotos, freuen uns über die schöne Zeit, die wir miteinander verleben dürfen.
Nach ihrer langen Durststrecke darf sie nun auch endlich wieder trinken und das tut sie ausgiebig. Wir sind nur am Einschenken. Sie hat sich zig Sorten Saft von uns kaufen lassen und die probiert sie nun, mit Sprudelwasser versetzt von rechts nach links und links nach rechts ...
Damit ich es für heute bewenden lassen und werde zurück ins Krankenhaus fahren. Ich hatte es eigentlich nur verlassen, um mich nach Mitteln und Wegen zu erkundigen, das Visum von Tanjas Mutti, das erst ab 04.06.08 gültig ist, ändern zu lassen. Mal sehen, ob die Bürokratie ein Herz hat.
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